Freitag, 23. März 2012

Prokrastination



Ein schönes Wort und der Grund dafür, dass der Organismus
des Abwasches in der Badewanne beinahe ein demokratisches System gebildet hättet.
Wir, wir Weltschmerzpoeten brauchen das kreative Chaos!
Schau, das da ist der Nutellalöffel, erkennbar an den Nutellaspuren, mit dem kannst du Nutella essen.  Und das Messer da- das mit den Brotkrümeln drauf?
Genau, da ist das Brotschneidemesser. Ist es bedenklich wenn da schon die Brotkrümel draufpicken?
Ach, was soll die Haarspalterei!
Trotzdem kannst du nicht alles über einen Kamm scheren!
Prokrastination:
Was du heute kannst besorgen, das verschiebe schön auf morgen!
Solange die Pizzaschachteltürme nicht umfallen,
solange der Aschenbecher vor lauter Kippen nicht übergeht,
solange man vom Bett aus noch ungestört zum Fernseher sieht,
man sich seinen Weg durch die Kleidung und Schuhe am Boden zum Klo bahnen kann
und man noch genug anzuziehen hat, funktioniert das Prinzip der Prokrastination.
Ja Mama, ich halte meine Wohnung sauber- nein, Mama, du musst nicht vorbeikommen!
Einfach mal alles versauen lassen und rumgammeln.
Zur Personifikation der Prokrastination werden,
um dann, wenn es langweilig geworden ist aus klebrigen Kaffeeresten in Tassen die Zukunft zu deuten, wie ein Phönix aus der Asche, oder besser, wie ein Aasgeier vom Müllberg, aufzuerstehen.
Alles raus und alles neu, um irgendwann von vorne zu prokrastinieren. 

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