In mir ist ein kleines Mädchen,
das im Garten Elfen und Feen sieht,
das an Einhörner und Aufrichtigkeit glaubt.
Das lachen und toben will,
ein kleines Mädchen,
das naiv ist und die Engstirnigkeit
der Erwachsenen nicht versteht.
In mir ist ein kleiner Junge,
der auf Bäume klettert, sich einen Ast abbricht und
gegen Piraten und Zombies kämpft,
der schreien und schlagen will,
der trotzig und vorlaut ist,
der darauf scheißt, was andere denken oder sagen.
In mir ist ein alter Mann,
der im Kaffeehaus sitzt, eine runde Brille auf der Nase,
er raucht und liest und er wundert sich nicht mehr.
In mir ist eine Mutter, mit einer Schürze um den Hüften,
die ihre Kinder liebt, sie steht am Herd und kocht und ist glücklich.
In mir ist ein Romantiker verloren gegangen, ganz tief drinnen versteckt,
und wenn er raus will, kullern Tränen,
denn Romantik macht dich schwach und verletzlich.
Alle, alle streiten sie da drinnen miteinander,
sind versteckt unter einer stoischen Maske.
Und was bleibt ist eine schwarze Hülle mit toten Augen.
Die Welt hat ihnen gelehrt, sich nicht zu zeigen.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen