Sonntag, 1. Dezember 2013

Zerbrich nicht, oh bitte zerbrich nicht in meinen Armen, 
wenn ich dich umarme.
Bald bist du wieder da, seid ihr alle wieder da,
aber bitte, sei noch so sehr da,
wie du warst, als ihr alle auf und davon seid.

Vom Küssen, Kitzeln und Gelangweilt sein. Das beschreibt uns ganz gut,
davon wissen wir zu reden, diese drei Worte sind wir.
Ich küsse ihn, umarme dich, zwischen Decken und Kissen,
alles vergessen. Vergessen und Vergeben für einen Moment.
Momente, die die Nacht bedeuten, die niemals enden sollte,
Momente, die von quälend süßen, namenlosen Blicken erzählen,
wenn schlanke Hände dir  über Mund und Lippen streichen.
Nächte, wie an meine Schulter gelehntes Vertauen,
wie heiße Wangen und inniges Fiebergluten.
So sehr da, und so sehr beteubt.
Oh bitte küss mich, ich umarme dich,
ein Kopf in seinem Schoß, suchende Hände,
jeder Kuss ist ein Enthüllen unserer Sucht nach Geborgenheit,
der Duft von Haut,
wessen Finger dir über den Rücken streichen, weißt du nicht so genau.
Oh bitte küss mich,
küss mich nicht wie damals, sondern richtig, bewusst und auch so gemeint,
wie man Küsse eben meinen sollte.
Aber wir leben unbeschwert und unverbindlich, diese Freiheit nehmen wir uns nicht.
Und doch lastet sie so schwer auf meinen Schultern,
immer befreit ist eben doch nicht frei.
Zwei Sommer, verflogen,
wir sind Narren die in verspielter Seligkeit einschlafen,
in dumpfem Rausch leise atmen-
vorbei,
es ist nicht vorbei, wir haben gerade erst begonnen,
bitte zerbrich nicht, du bist ein Flüstern im Sturm.
So viel gelacht,
wir sind jung,
 So ein Wirrwarr.
 Aus Armen, Händen, Köpfen, Haar, Beinen, Körpern-
In diesen Nächten schaffen wir uns neu,
nichts und niemandem mehr entsagen, sie nickt, er lacht, heiß und fiebrig.
 Worüber hat er geredet, als ihr euch von beiden Seiten an ihn geschmiegt habt.
 Aufstehen, Hemd und Hose richten, weiter trinken. 
Verschwendet. Haben sie gesagt, verschwendet eure Zeit doch nicht für so ein Lotterleben, 
aber das ist okay. 
Denn was wäre Nüchternheit und Vernunft ohne das Wissen vom Rausch,
was wäre Spaß wenn nicht Gelangweiltsein dahinter stünde.
In diesen lauwarmen, verschwitzten Nächten sind wir nicht gelangeweilt,
wie durch Zufall liegen wir einer über dem anderen im selben Bett,
bloße Willkür und Neugierde streichen uns verwirrte Zweifel mit sanfter Hand aus der Träumerstirn,
wenn ihr alle wieder da seid,
geht der Sommer weiter,
finden sich wieder neue Abdrücke auf den Polstern,
verflechten sich Finger wieder unter Decken,
von bloßer Lust getrieben werden wir uns hingeben,
ohne dass es etwas ändert.
wenn es nur immer so weiter gehen würde,
abende an denen alles egal ist,
weil du trinkst, und dir denkst, dafür esse ich morgen halt nichts,
wenn es so einfach wäre,
immer in diesen momenten,
zwischen absoluter ehrlichkeit und gelebten lügen zu schweben.
und sie passen auf dich auf,
bloß weil du jünger bist.
der nächste morgen danach ist halt immer am lustigsten,
wenn sie mir mein T-Shirt sucht,
er daweil Kaffee macht,
und wir zusammen am Balkon sitzen und rauchen und noch nicht ganz verstehen, was da eigentlich passiert ist.


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen