der geschmack von pizza, zigaretten und wein mit sirup im mund, die kombination ist fast so gut wie reden und reden aber eigentlich küssen wollen.
morgen mach ichs besser. morgen bin ich mehr: mehr ich, mehr das was du willst, das ich bin, mehr offen für neues (mal schafskäse statt billig-gauda, mal die bim nehmen, du verstehst), mehr lächeln, mehr lachen, mehr elektro statt indie, mehr hosen statt rock, mehr nüchtern, mehr ohne tschick, mein optimales ich.
morgen mach ichs anders, morgen wird alles gut. da such ich mir nen nebenjob und sag dir, dass ich eigentlich in dich verliebt bin seit ich dich das erste mal gesehen habe, vor nem jahr. oder mehr.
da räum ich mein zimmer auf und putz auch das bad, morgen, morgen da bekomme ich mein leben in den griff.
aber eigentlich mag ich das mehr große als kleine chaos, in dem ich "lebe". mit all den übergehenden aschenbechern, die bloß eine metapher für meine gefühlswelt darstellen: abgebrannt, verbaucht und zu viel davon.
mit all den menschen, die einfach so hereinbrechen wie- ach komm schon, du weißt, was ich meine, die halt da sind, so plötzlich. und die ich einfach so mag, und niemand weiß, warum.
morgen, morgen lach ich dem leben ins gesicht und sage" ha! du kriegst mich nicht! du kriegst mich nicht klein, mit deiner scheiß melancholie, die an jeder ecke in form einer abpöckelnden fassade, auf mich wartet."
morgen, morgen weiß ich was ich will. morgen weiß ich, wer ich bin und was ich mit meinem leben anfangen soll.
morgen, da mach ich mir keine gedanken mehr über das morgen. da stell ich mein leben nicht mehr in frage, weil ich im supermarkt vorm kühlregal stehe und mich nicht zwischen zwei joghurts entscheiden kann. morgen ist mein leben nicht bloß eine abfolge von werbeeinschaltungen und facebook-posts.
morgen gehe ich in den wald und bau mir eine hütte. weil ichs kann.
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